Patscherkofelbahn neu

Eine mögliche Lösungsvariante?

In den bisherigen Diskussionen und Medienberichten wurde selten über konkrete Varianten für eine neue Patscherkofelbahn ausgehend vom bestehenden Ort Igls diskutiert. Die folgende Planung versucht, möglichst viele der bereits erörterten Anforderungen in einer Anlage zu vereinen und Synergieeffekte auch hinsichtlich der Kosten und vor allem aber auch des Nutzens für Innsbruck, Igls und den Tourismus der gesamten Region zu bündeln.

Grundsätze

  • Ein durchgehendes Bahnsystem von Igls über die Römerstraße bis zur Bergstation. Dies ermöglicht volle Flexibilität, sodass beisielsweise auch eine Durchfahrt der Kabinen von Igls über die Zwischenstation bei der Römerstraße bis zur Bergstation, aber auch ein reiner “Inselbetrieb” nur zwischen Römerstraße und Bergstation möglich sind.
  • Keine Überquerung des Golfsplatzes, dadurch Vermeidung von Konflikten bzw. rechtlichen Unsicherheiten sowie kostensteigernden Maßnahmen wie verstärktes Kabinenglas etc.
  • Keine Überquerung der bebauten Grundstücke am Heiligwasserweg, da die neue Seilbahntrasse exakt an der gleichen Stelle die Grundstücke überquert wie die bestehende Bahntrasse und dadurch die Sicherheitsabstände eingehalten werden.

Lediglich die ÖBB Leitung müsste an einer neuen Stelle überquert werden. Dies ist jedoch technisch lösbar, zumal die Leitung in den nächsten Jahren neu errichtet werden soll und bei gegenseitiger Abstimmung auch eine finanziell einfache Lösung möglich erscheint.

Patscherkofelbahn neu

Trassenvariante Patscherkofelbahn neu

Sektion I: Igls – Römerstraße

Die neue Talstation wird im Bereich der bestehenden Talstation auf dem bestehenden Busparkplatz errichtet. Die Kapazität dieser Sektion ist auf ca. 500 Personen / h ausgelegt, sodass die dazu erforderlichen 6-7 Kabinen (je 10 Personen / Kabine) in der Garage der Zwischenstation Römerstraße geparkt werden können. Durch die geringe Förderleistung ergibt sich weiters die Gelegenheit, die Seilfelder entsprechend weit zu dehnen, sodass die Anzahl der Stützen erheblich reduziert werden kann (ca. 4 Stützen werden benötigt).

Zwischenstation Römerstraße

Die Zwischenstation Römerstraße ist das “Herz” der neuen Patscherkofelbahn und beinhaltet u.a. auch den Antrieb für die Sektion I sowie die Garage für alle Kabinen. Die Pisten sind aufgrund der Lage der Station optimal angebunden und müssen nicht adaptiert werden. Die Kabinen könnten theoretisch von Igls bis zur Bergstation durchfahren (beispielsweise im Sommer), oder nur die jeweiligen Sektionen befahren.

Sektion II: Römerstraße – Bergstation

Die Trasse führt von der neuen Zwischenstation an der Römerstraße im Bereich des südwestlichen Parkplatzes direkt hinauf in den Bereich der bestehenden Bergstation. Die Kapazität der Sektion II ist auf ca. 2500 Personen / h ausgelegt. Alternativ bestünde die Möglichkeit, die zweite Sektion nochmals mit einer III. Sektion zu unterteilen, um somit bei starkem Wind zumindest den Abschnitt bis zu einer zweiten Zwischenstation im Bereich der Talstation Panoramabahn (oder Bergstation bestehender OLEX) in Betrieb halten zu können. Diese Variante ist im Plan eingezeichnet.

Kosten

Eine erste Kostenschätzung durch einen weltweit führenden Seilbahnhersteller kam zu folgenden Ergebnissen:

  • Sektion I (Igls – Römerstraße): rd. 4 Mio. EUR (Anlagentechnik) + 1 Mio. EUR (Planung und Tiefbau)
  • Sektion II (Römerstraße – Bergstation): rd. 8 Mio. EUR (Anlagentechnik) + 2 Mio. EUR (Planung und Tiefbau)

Eine Unterteilung in 3 Sektionen würde die Kosten um ca. 2-3 Mio. EUR erhöhen.

Betriebswirtschaftliche Synergieeffekte entstehen u.a. dadurch, dass neben den Kinderliften nur mehr einen Bahntyp von Igls bis zur Bergstation vorhanden ist. Neben der bestehenden Pendelbahn und dem OLEX kann auch die Panoramabahn abgebaut und verkauft werden, insbesondere bei einer Variante mit 3 Sektionen.

Durch die weiterhin bestehende Anbindung von Igls und die von allen Kabinen bediente Zwischenstation Römerstraße kann auch die geteilte Linienführung der Buslinie J hinauf zum OLEX über Lans entfallen, wodurch der Betriebsaufwand der Linie deutlich reduziert werden würde.

Fazit

Um rund 15 Mio. EUR ist die Errichtung einer Bahn möglich, die sowohl für den Winter- als auch den Sommerbetrieb optimale Voraussetzungen bietet, Igls weiterhin anbindet und dadurch den größtmöglichen Nutzen nicht nur für Igls, sondern vor allem auch für die Stadt Innsbruck und die Region schafft.

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5 thoughts on “Eine mögliche Lösungsvariante?

  1. da J Richtun Olympiaexpress foat ja nit lei, wegn in Olympiaexpress, also könnte höchstens, a Streckenverkürzung ermöglicht werden (wo baut ma dann die neue Umkehrschleife?)

    1. Idealerweise verkehrt der J künftig bis auf Höhe des Lanser Sees. Der dort befindliche Parkplatz könnte zum Umkehren mit wenig Aufwand adaptiert werden. Weil jetzt die nächste Frage anschließen wird: Warum den J nicht bis Lans weiterfahren lassen? Weil die Fahrgastzahlen zeigen (Ein- und Aussteiger aus Zählungen liegen mir vor), dass nur sehr wenige Lanser über Igls nach Innsbruck fahren und hier die Verbindung mit dem Regiobus über Aldrans zu bevorzugen wäre. Der J hat im Moment den Vorteil, dass er im 20′ Takt fährt und nur sehr gering ausgelastet ist (Sitzplatzgarantie Richtung Innsbruck). Spätestens bei einer allgemeinen VVT-Tarifreform mit Wegfall der Zonengrenzen sieht die Situation gänzlich anders aus.

  2. Aus Skifahrerssicht müsste eine Mittelstation am Berg oberhalb des Skitunnels auf dem Plateau sein, wo Olympiaabfahrt und Familienabfahrt parallel laufen.
    Bis dahin sind die Schneeverhältnisse relativ lange gut und hätte eine/zwei lange Abfahrten.

  3. Zusätzlich würde ich den Panoramasessel vom kleinen Schlepper zur Bergsation des Ochsenalmlifts laufenlassen:
    das ist eine reine Anfänger/Touristenpiste. Hätte den Vorteil, dass Anfänger mit der Seilbahn hoch und runterfahren könnten und eine richtige Anfängerpiste lange befahrbar ist.

  4. Und wenn man es richtig macht und es gut läuft am Patscherkofel:
    Ersatz des Ochsenalmlifts durch einen beheizten 8er Sessel. 🙂

    Panorama und Olex werden nicht mehr gebraucht

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